So süß schmeckt Integration

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27.11.2015  | Netzcode: 4812393  |  17 Mal gelesen.

Freihung

So süß schmeckt Integration

 

Mädchen und Buben aus der Freihunger Grundschule bereiteten gemeinsam Weihnachtsgebäck zu. Dass Mütter und Lehrerinnen dabei waren, ist noch nichts Besonderes. Dafür aber die Herkunft der Kinder. Bild: hfz

 

Grundschüler backen Integrationsplätzchen. Die fertigen Leckereien heißen dann Shakerbura und Trubockki. Kann es ein süßeres Kennenlernen der Kulturen geben?
Sie heißen Sadaf, Lernik, Schogher, Lilya, Olivia, Omar, Shantey oder Zita. Um nur einige zu nennen. Sie alle besuchen die 1. bis 4. Klassen der Josef-Voit-Grundschule in Freihung und backen mit ihren Müttern und Lehrerinnen erstmals gemeinsam Weihnachtsplätzchen für die Schule und die 20. Klösterliche Weihnacht, die in Amberg stattfindet. Sie sind Kinder von Flüchtlingen und Ausländern verschiedener Nationen, die sich schon bestens in Freihung "dahoam" fühlen.
Als Omar kam, konnte er weder Deutsch noch Englisch, spricht jetzt - dank seiner neuen Freunde - vier Sprachen und will Rechtsanwalt werden. Er ist Moslem und dennoch gibt es bei ihnen zu Hause einen bunten Weihnachtsbaum - zum Jahreswechsel am 31. Dezember.

Aus aller Herren Länder

Eine Klasse der Schule hat bei acht deutschen Kindern sieben aus aller Welt. Sie verstehen sich bestens und lernen begeistert, erzählt ihre Lehrerin Annemarie Stubenvoll. Noch internationaler ist ein Mädchen, dessen Mutter Amerikanerin ist, der Vater Isländer und geboren wurde es in Japan. In Freihung fühlt sich die Familie zu Hause. Es geht bunt, fröhlich und lernbegierig zu in der Grundschule und so wundert weder die Begeisterung der Lehrer noch die Aussage von Rektorin Ulrike Frank, dass die Vielfalt eine große Bereicherung für die Schulgemeinschaft und die jungen Freihunger sei. "Die Kinder lernen spielend mit- und voneinander, und das gilt auch für die Mütter."
In dieser Woche duftete es außergewöhnlich aus der Schulküche: nach Zimt, Koriander, gerösteten Haselnüssen, Rosenwasser, echter Bourbon-Vanille. Zusammen mit ihren Lehrerinnen und Müttern waren die sieben- bis elfjährigen Schüler dabei, als süße Pastetchen, Plätzchen, Konfekt und Pralinengebilde entstanden, wie man sie in ihren ersten Heimatländern Ungarn, Aserbaidschan, Polen, Pakistan, Island, Amerika, Armenien, Afghanistan oder der Ukraine zubereitet. Shakerbura, Peanuts-Butter-Honey-Rounds, Kürtoskalács, Cata, Truba, Trubockki, Rainbow-Chocolate-Cookies heißen die kleinen Köstlichkeiten. Der deutsche Beitrag waren Terrassenplätzchen.
Zum Verkosten bekommen diese Integrationsplätzchen zunächst die Ehrengäste der Klösterlichen Weihnacht am Samstag, 5. Dezember, im Landratsamt. Verkauft wird dieser Mix aus exotischen Zutaten und Geschmackserlebnissen am zweiten Tag besagten Weihnachtsmarkts am Samstag, 12. Dezember, zugunsten schulischer (Zusatz-)Einrichtungen.

Gegenseitiges Verständnis

Das gemeinsame Plätzchenbacken entstand, verriet Schulleiterin Frank, im Zuge der Schulentwicklung aus der Idee, einen Nachmittag mit den Kindern, allen Lehrern und möglichst vielen Müttern gemeinsam zu verbringen, um sich besser kennenzulernen. Denn für Ulrike Frank ist ein gutes Miteinander und gegenseitiges Verständnis die unbedingt notwendige Voraussetzung für eine gelungene Integration.

Sportfest 2013

Freihung. (prö) Dass der Schulsport in der Josef-Voit-Schule Freihung einen großen Stellenwert hat, zeigten die hervorragenden Leistungen,  die von 100 Schülern beim diesjährigen Schulsportfest erzielt wurden. Im Leichtathletik-Dreikampf, Schlagballwerfen, Weitsprung und Sprint wurden durchwegs gute Leistungen erzielt.    Fünfzehn Schüler bekamen sogar eine Ehrenurkunde.

Schulleiterin Ulrike Frank bedankte sich bei dem Organisator des Sportfestes, Dieter Klose sowie beim gesamten Lehrerkollegium für die  reibungslose Durchführung der jeweiligen Disziplinen. 

Alle Schüler seien mit Begeisterung bei der Sache gewesen und hätten sich mächtig angestrengt. Sie freue sich, dass 15 Schüler mit Ehrenurkunden und 39 Schüler mit Siegerurkunden ausgezeichnet werden konnten. Bei der Vertreterin der Sparkasse, Christa Haller und beim Geschäftsführer der Raiffeisenbank, Heinrich Siegert bedankte sie sich für die gestifteten Preise.

Sportbeauftragter Dieter Klose gab die Platzierungen bekannt und überreichte Urkunden und Preise. Den 1. Platz bei den Knaben belegte Paul Schönberger mit 206 Überpunkten, gefolgt von Cornelius Baum (143) und Jan Opitz (25). Den 1. Platz bei den Mädchen belegte N`Maya Delawder (139) gefolgt von Hanna Wisneth (36) und Hanna Lederer (23). Weitere Ehrenurkunden wurden vergeben an Karina Hausmann (20), Luca Rauscher (20), Sandro Schwirzer (19), Johanna Kick (19), Saskia Scheidler (14), Kerstin Prechtl (9), Samuel Schmidt (8), Julius Werner (6) und Julia Neuberger (5). Stellvertretender Bürgermeister Helmut Klier zeigte sich erfreut darüber, mit welchem Elan die Schüler an den Wettkämpfen teilnahmen. Er gratulierte allen zu ihren sportlichen Leistungen. Den Erstplatzierten Paul Schönberger und N`Maya Delander überreichte er ein Buchgeschenk.

 

Bild  15 Schüler der Josef-Voit-Schule wurden mit Ehrenurkunden für ihre sportlichen Leistungen ausgezeichnet. Hintere Reihe von links. 2. Bürgermeister Helmut Klier, Schulleiterin Ulrike Frank, Heinrich Siegert, Christine Haller. Das Lehrerkollegium, Dieter Klose, Brigitte Böhm, Hanna Ertl, Helga Prechtl, Thea Klose, Annemarie Stubenvoll.

Unser Spielezimmer

Freihung. (prö) Eine große Freude und  Begeisterung herrschte bei den Kindern der Josef-Voit-Schule in Freihung als am Freitag das neue Spielezimmer eingeweiht wurde. Schulleiterin Ulrike Frank begrüßte zu diesem Festakt vor allem Bürgermeister Norbert Bücherl und Bischöflich Geistlichen Rat Bernhard Huber, der dem neuen Spielzimmer den kirchlichen Segen erteilte.

Nach dem Begrüßungslied „Guten Tag“ von den Schülern der Klasse 3/4, begleitet von Lehrer Dieter Klose, trugen die Kinder der 2b Gedichte, verfasst von Klassenlehrerin Stubenvoll, vor. Schulleiterin Ulrike Frank erinnerte in ihrem Rückblick an den Wettbewerb „Spielen macht Schule,“ der vom Transfer-Zentrum für Neurowissenschaften und Lernen und dem Verein „Mehr Zeit für Kinder“, 2007 ausgeschrieben wurde. Um eine Spielezimmer ausgestattet zu bekommen, musste die jeweilige interessierte Schule ein Konzept abgeben, das von einer Fachjury bewertet wurde.

Das Lehrerkollegium der Josef-Voit-Schule mit ihrer Schulleiterin hat sich entschlossen an diesem Wettbewerb beteiligt und ein Konzept eingereicht, in dem sie ihre Ideen und Vorstellungen rund um ein Spielezimmer in ihrer Schule vorstellte. Groß war die Freude an der Schule, dass sie zu den Gewinnern zählt und eine Ausstattung bekommt. Dann folgten mehrere Pakete, die wir mit Freude und Begeisterung auspackten. Die Vielfalt des Spielematerials war groß und es war alles kostenlos, so die Schulleiterin.

Als Spielezimmer bot sich ein leeres Klassenzimmer an, das unter Mithilfe der Eltern und des Elternbeirates, sowie ehrenamtlicher Helfer zu einem wahren Spielparadies umfunktioniert wurde, so Ulrike Frank. Federführend nannte sie die Künstler für die Wandgemälde, Alexander Heins, Kerstin Seibold-Thar, Sabine Brittinger und Claudia Apfelbacher, die während der Weihnachtsferien aus einem verlassenen Klassenzimmer ein buntes, farbenprächtiges Spielezimmer kreiert haben.

Für die materielle und finanzielle Unterstützung bedankte sich die Schulleiterin bei Bürgermeister Norbert Bücherl, bei der Schreinerei Siegler, beim CSU-Ortsverband Freihung, bei Heinrich Siegert von der Raiffeisenbank und Christa Köhler von der Sparkasse.  Bürgermeister Norbert Bücherl gratulierte dem Lehrerkollegium zu ihrer erfolgreichen Bewerbung. Er dankte allen, die bei der Gestaltung des Spielezimmers mitgeholfen haben. Es wurde zu einem wahren Spielparadies, das die ganze Schule aufwertet. Die Josef-Voit-Schule ist im Landkreis die einzige Schule, die so etwas vorweisen kann. 

 Text und Bilder Erwin Prösl

 

 

Besuch eines Bauernhofes

Freihung. (prö) Wie sieht ein Kuhstall von innen aus? Welche Arbeiten sind auf einem Bauernhof zu verrichten, wie funktioniert das mit dem Melken und der Milch? Die Kinder der Grundschule Freihung machten mit ihrer Schulleiterin Ulrike Frank einen Besuch beim Bauernhof von Willi und Claudia Müller in Freihung.

Willi und Claudia Müller führten die Kinder durch ihren modernen Stall und beantworteten geduldig und fachkundig die Fragen, die ihnen die Kinder stellten. Die jungen Kälber, eines ist erst in der Nacht geboren, faszinierten die Kinder ebenso, wie die zahlreichen Milchkühe. Zum Abschied gab es Butter- und Käsebrote, Milch, Joghurt und Brezen, was von den Kindern gerne angenommen wurde.

 

Bild   Viel Interessantes über die Aufgaben eines Landwirts erfuhren die Kinder der Josef-Voit-Schule-Freihung beim Besuch auf dem Bauernhof von Willi und Claudia Müller.

"Rama Dama"

Freihung. (prö) Ein guter Beitrag für die Umwelt war die Aktion „Rama dama“ der Grundschule Freihung. Dies bescheinigte die Schulleiterin Ulrike Frank den beteiligten Klassen am Frühjahrsputz. Sämtliche Schüler hatten sich aufgemacht um die Landschaft in der Gemeinde von den Hinterlassenschaften uneinsichtiger Zeitgenossen zu säubern.

Über drei Stunden waren die Schüler mit ihren Klassenlehrern in Aktion. Dosen, Flaschen, Verpackungsmaterial wurden aufgesammelt und in Säcke verstaut.  Ein ganzer Lastwagen wurde von den Schülern aufgesammelt.

Der achtlose Umgang mit der Sauberkeit in der Natur durch die „Umweltverschmutzer“ sei den Kindern deutlich vor Augen geführt worden, sagte Frau Frank. Besonders freute sie sich über die Kinder, die mit Begeisterung bei der Sache waren.

2. Bürgermeister Helmut Klier bedankte sich bei den Schülern mit ihren Klassenlehrern für ihre flotte und saubere Arbeit, als Anerkennung gab es für alle eine Brotzeit und Getränke, die von den heimischen Metzgereien und Bäckereien gestiftet wurden.

 

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